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Bauerfeind Therapie-App


Bauerfeind Therapie App, Joshua Schirm
Die Therapie-App wurde erstmalig auf der diesjährigen OT World in Leipzig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Alle Anwender von GenuTrain, GenuTrain A3, GenuTrain P3 und GenuPoint erhalten jetzt zusätzlich zu ihren Kniebandagen eine Therapie-App. Mit der als Medizinprodukt anerkannten App können sie individuell Übungen ausführen.

 

Mit einem klaren therapeutischen Plus trägt Bauerfeind jetzt auch im Bereich der Digitalisierung einer individualisierten Medizin Rechnung. Alle Patienten, die eine GenuTrain, GenuTrain A3, GenuTrain P3 oder GenuPoint nutzen, erhalten zusätzlich zu ihrem Hilfsmittel die Bauerfeind-Therapie-App. Mit diesem Programm sind die Nutzer in der Lage, jederzeit Übungen mit angelegter Kniebandage unter Anleitung selbstständig auszuführen.

Was ist das Besondere an der Therapie-App?

 

Joshua Schirm: Sie besitzt eine Medizinproduktezulassung, dadurch ragt sie schon mal aus der Masse der Wellness- und Gesundheits-Apps heraus. Und sie funktioniert streng indikationsbezogen: Der Nutzer bekommt je nach Diagnose und eventuell operativer Vorbehandlung die für ihn therapeutisch richtigen Übungen. Mit App und Kniebandage kann er zu Hause trainieren.

 

Zu Hause trainieren ist doch eigentlich kontraproduktiv für Sie?

 

Joshua Schirm: Überhaupt nicht! Die App ist für den Patienten ein digitales Tool für seine Übungen. Wir wiederum können in unserer Praxis auf seinen Trainingsergebnissen aufbauen. Auch dort machen wir Übungen mit angelegten GenuTrain-Bandagen. Gerade bei höheren Belastungen helfen die Aktivbandagen, den Patienten zu aktivieren und zu mobilisieren. Die Muskulatur wird über Spannungs- und Tonusverbesserungen aufgebaut. Bei Beschwerden wie diffusem Knieschmerz, Gonarthrose oder Schwellungen spielt die Aktivierung eine entscheidende Rolle. Wenn der Patient selbstständig vor- und nacharbeiten kann, ist das umso besser für ihn und für uns. Die App ersetzt aber nicht den Therapeuten, sie begleitet ihn.

Wie motivieren Sie den Patienten, die Therapie-App zu nutzen?

Joshua Schirm: Alex, der Trainer in der App, macht seine Sache sehr gut. Einfache, sichere und wirksame Übungen sind die Basis seiner Ausführungen. Features wie eine Reminder-Funktion oder das „Schmerz-Tracking“ motivieren die User zusätzlich. Zudem gibt die App immer neue Übungsanreize durch frischen Content.

 

Was ist Ihr Anteil bei der Entwicklung?

 

Joshua Schirm: Meine Aufgabe war es, aus einem Grundbestand von Basisübungen die für unsere Zwecke geeignetsten Einheiten auszuarbeiten. Dabei war mir wichtig, diejenigen Übungen herauszufiltern, deren Wirksamkeit klar belegt ist. In der Physiotherapie sind evidenzbasierte Verfahren ebenfalls ein großes Thema. Mit der Auswahl entsprechender Einheiten konnte ich die App mitgestalten.

 

Wie bewerten Sie den Mehrwert der App für Patienten und Therapeuten?

 

Joshua Schirm: Ich bin sicher, dass sie die Vorzüge einer Therapie-App mit Kniebandagen erkennen und nutzen. Dies trifft nicht nur auf junge Menschen zu. Die Möglichkeit , unter Anleitung selbst zu trainieren und die Kniemuskulatur zu stärken, birgt einen großen Gewinn an Zeit. Die kommt in den meisten unserer Praxen viel zu kurz. Auch die behandelnden Ärzte werden so in ihrer Therapie unterstützt.

 

Wird es weitere Therapie-Apps geben?

 

Joshua Schirm: Unsere Erfahrungen nicht weiter zu nutzen, wäre kurzsichtig. Eine Erweiterung der App auf andere Bereiche ist geplant.

Therapie-App Bauerfeind, Joshua Schirm
Anschauliche Übungen, sachgerechte Informationen und aktuelle Verlaufskontrollen zeichnen die Therapie-App aus.